über.

Robert Schulz ist freischaffender Tänzer und Performer, Tanzpädagoge, Choreograph, Dramaturg und in der Entwicklung und Durchführung von Projekten tätig. Außerdem unterstützt und berät er Künstler*innen am Anfang ihres selbstständigen Schaffens als Dramaturg und Projektleiter. 

Von 2008 bis 2015 studierte er Publizistik und Englische Philologie an der Freien Universität Berlin und war von 2011 bis 2013 Leiter des Jugendklubs „Die Aktionisten“ am Maxim Gorki Theater Berlin. Seine formale Ausbildung zum Tänzer begann er 2014 im Bildungsjahr Tanz bei SENECA INTENSIV – Bildungsprogramme für künstlerische Bewegung in Berlin. Von 2015 bis 2019 studierte er Tanz an der Folkwang Universität der Künste, Essen, und tanzte währenddessen in Arbeiten von Sita Ostheimer, Julio Cesar Iglesias Ungo und Marie-Lena Kaiser.

Nach seinem Abschluss arbeitete er mit dem Kölner Choreografen Emanuele Soavi und ging anschließend für die Spielzeit 2019/20 als Gast für zwei Produktionen ans Staatstheater Braunschweig. Von Juni 2020 bis Dezember 2021 war er Projektleiter des FREIRAUMs, kollaborativer Konzeptions- und Arbeitsort für die Künste und Wissenschaften, der Düsseldorfer Ben J. Riepe Kompanie. Daneben arbeitete er freischaffend als Dramaturg und Performer für und mit Künstler*innen wie Yurika Sophie Yamamoto, Lisa Hellmich, Gustavo de Oliveira Leite, Christian Banasik und Mischa Kuball. 

Seit 2022 ist er freischaffend wieder in der Region Berlin/Brandenburg ansässig und konnte sich dank Förderungen im Rahmen der Programme Dis-Tanz-Solo und #TakeHeart wieder seiner eigenen Arbeit widmen, die sich mit Fragen von Privilegien, Klassismus, Humor und der Problematik des Heimat-Begriffs beschäftigt. 2022 performte er im Rahmen der 59. Internationalen Kunstausstellung der Biennale in Venedig für die Choreographin Alexandra Pirici in ihrer Arbeit „Encyclopedia of Relations“. 2024 setzt er diese Zusammenarbeit am Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart im Rahmen der 5-monatigen Ausstellung „Attune“ sowohl als Performer als auch als Produktionsassistenz fort. 2023 übernahm er außerdem die Leitung der Company SI, die Postgraduierten Company von Seneca Intensiv, und erarbeite mit ihnen die Produktion „What keeps us busy?“, die im März 2024 im Theaterforum Kreuzberg, Berlin, ihre Premiere feierte. 2025 lernte er den Bildenden Künstler Petrit Halilaj kennen und unterstütze ihn bei der Entwicklung seiner Oper Syrigana, die im Juni 2025 im Dorf Syrigana, Kosovo, mit der Kosovo Philharmonie uraufgeführt wurde und anschließend das Herzstück von Halilajs Ausstellung „Syrigana – An Opera out of Time“ im Museum Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart in Berlin wurde. Er war dabei sowohl an der Entwicklung des Librettos beteiligt als auch für die Choreographie verantwortlich. 2026 wird diese Kooperation im Rahmen von Konzerten mit der Kosovo Philharmonie in der Ausstellung im Hamburger Bahnhof fortgesetzt, für die er eine Choreographie für Marionetten entwickelt.

Seit 2015 unterrichtet er Zeitgenössischen Tanz und Improvisation in verschiedenen Kontexten, so zum Beispiel bei SENECA INTENSIVKULT – Schule für Bühnentanz und dem Hochschulsport der Universität Duisburg-Essen. Seit 2023 ist er Teil des Gastdozent*innen – Teams von SENECA INTENSIV und leitete bis 2025 die Company SI. Seit 2025 co-leitet er zusammen mit dem Physical Theatre Performer Felix Baumann das dreimonatige interdisziplinäre Intensivprogramm CREATION/CHOREOGRAPHY/AUTHORSHIP (CCA), das freischaffenden Künstler*innen die Möglichkeit bietet, ihre eigene künstlerische Praxis zu reflektieren sowie Strategien und Werkzeuge zur Produktion ihrer eigenen Arbeiten zu entwickeln. Er ist Gründungsmitglied von FUTURE MOVE e.V. und im Rahmen des Mentoring-Programms „Future Move Tanz – Perspektiven für junge Tanzschaffende“ als Verantwortlicher für den Bereich Ausbildung tätig. Darüber hinaus ist er Teil des Beratungsteams, mit den Themenschwerpunkten Aus- und Weiterbildung und Ausbildunsgfinanzierung.

Portfolio (2024)

Curriculum Vitae (2026)